Die Kulturelle Grundversorgung in Mecklenburg-Vorpommern ist in Gefahr

Statement der Kulturverbände zur Haushaltsplanung der Landesregierung MV 2024/2025:

Die Kulturelle Grundversorgung in Mecklenburg-Vorpommern ist in Gefahr. Es droht der Wegfall von einem Drittel aller Angebote in den Jugendkunstschulen, soziokulturellen Zentren und den sogenannten freien Kulturträgern, die nicht in kommunaler Trägerschaft sind.

Die vielen freien Kulturträger im ganzen Land und besonders auch im ländlichen Raum bieten Orte der Begegnung unterschiedlichster Menschen – unabhängig von sozialer Schicht und

Herkunft – und damit wichtige Angebote kultureller und demokratischer Bildung und des bürgerschaftlichen Engagements, sie sind elementar für den Zusammenhalt der Gesellschaft.

Der Aufwuchs des Titels 684.07 (um 450 Tsd. EUR) im Haushaltsentwurf 2024/2025 ist aus Sicht der Verbände sehr positiv zu bewerten, kann jedoch die großen Lücken, die in den letzten Jahren durch Preissteigerungen und Inflation entstanden sind, nicht ausgleichen. Seit 2020 fordern die kulturellen Landesverbände eine Erhöhung der Zuwendung, damit eine faire Entlohnung der Mitarbeiter:innen, Honorarkräfte, Künstlerinnen und Künstler möglich ist.

Die Kulturausgaben des Landes steigen insgesamt analog zum Landeshaushalt jährlich, jedoch halten die „Zuwendungen an öffentliche und nicht-öffentliche Träger“ mit dieser Entwicklung nicht Schritt, sondern stagnieren seit über 10 Jahren, wie das Monitoring Kulturfinanzierung MV vom Servicecenter Kultur zeigt.

Um die Angebotsvielfalt und -qualität in der Kulturellen Grundversorgung landesweit zu erhalten, ist aus Sicht der Verbände neben der dauerhaften Dynamisierung bei den langjährig geförderten Projekten eine signifikante Erhöhung der Fördermittel um ca. 2,7 Mio EUR p.a. notwendig.

WIR BRAUCHEN DRINGEND:

  • eine signifikante Fördermittelerhöhung für festgelegte Mindesthonorare für kulturelle Arbeit (nach Empfehlungen von Fachverbänden und ver.di)
  • die finanzielle Basis für tarifliche Gehälter festangestellter Mitarbeiter:innen.
  • schnellere Fördermittelbewilligung, da Träger nicht monatelang in Vorkasse gehen können
  • Fördermodelle für energetische Sanierungen unter Beachtung geringer möglicher Eigenmittel

WEIL

  • die nicht-öffentlichen Kulturträger (Jugendkunstschulen, soziokulturelle Zentren, Literaturhäuser, Kulturvereine etc.) chronisch unterfinanziert sind aufgrund viel zu niedriger öffentlicher Förderung
  • die extreme Inflation der letzten Jahre nicht durch Fördererhöhung ausgeglichen wurde. Das geht an die Substanz!

SONST FOLGEN

  • der Wegfall von einem Drittel aller Angebote durch Jugendkunstschulen, soziokulturelle Zentren etc.
  • die drastische Reduzierung von Orten der kulturellen Bildung und Teilhabe für Kinder und Jugendliche und alle Altersgruppen im ländlichen Raum
  • der Wegfall von Begegnungsorten für gesellschaftlichen Zusammenhalt
  • das Aus der Kulturellen Grundversorgung in MV
Kulturträger in MV. Monitoring Kulturfinanzierung MV

Im Forum Kulturverbände Mecklenburg-Vorpommern organisiert:

Fachstelle Bibliotheken MV

Fachstelle Kulturelle Bildung MV

Fachstelle Tanz MV

Fredak – Freie Darstellende Künste MV

Heimatverband MV

Jugendkunstschulverband MV

Kulturwerk MV – Landesverband der Clubs und Livespielstätten

Künstlerbund MV

Landesfachverband Medienbildung MV

LAG Tanz MV

Landesmusikrat MV

LV Kreative MV

LV Musikschulen MV

LV Soziokultur MV

LV Theater in der Bildung

LiteraturRat MV

Museumsverband MV

PopKW – Landesverband für populäre Musik und Kreativwirtschaft MV

Verband der Kunstmuseen, Galerien und Kunstvereine MV

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Kontakt:

Imke Freiberg ed.dl1720975049awsfi1720975049erg@g1720975049rebie1720975049rf.i1720975049 (LV Soziokultur)

Selina Wippler ed.mn1720975049fi@re1720975049lppiw1720975049 (Landesfachverband Medienbildung)

Kati Mattutat ed.su1720975049ahnep1720975049peok@1720975049tatut1720975049tam1720975049 (LiteraturRat)

Beate Nelken ed.vm1720975049-vkj@1720975049ofni1720975049 (Jugendkunstschulverband)